Hanifaru Bucht
Hanifaru Bucht
Die Hanifaru Bucht ist eine unter Schutz stehende, unbewohnte Insel im Baa Atoll in den Malediven. Sie ist nicht größer als ein Fußballfeld und doch ist es einer der beliebtesten Orte für Unterwasserfotografen überhaupt. Der Grund für diese erstaunliche Vielfalt unter Wasser ist die Planktonblühte zwischen Mai und November, ein sehr ungewöhnliches Phänomen – welches bis zu Hunderte von Mantarochen anlockt. In diesem Zeitraum können sich bis zu 200 Mantarochen, sowie einige Walhaie, zur gleichen Zeit dort aufhalten und von den Korallenriffen zehren. Die Hanifaru Bucht ist mittlerweile zur weltweit größten Fütterungsdestination für Mantarochen geworden.
Taucher mit Mantarochen
Die Hanifaru Bucht genießt mittlerweile internationale Anerkennung
Das lokale Phänomen hat die Hanifaru Bucht zu einer der größten Attraktionen für Schnorchler und Taucher von überall auf der Welt gemacht, niemand würde die Möglichkeit Hunderte von Mantarochen und Walhaien zusammen in ihrem natürlichen Habitat, nicht größer als ein Fußballfeld, entgehen lassen wollen. National Geographic hat kürzlich mehrere Film- und Fotodokumentationen über die Hanifaru Bucht fertig gestellt, welche, mit ihren beeindruckenden Aufnahmen, weltweites Interesse bei Fans des Marinelebens geweckt haben.
Das Phänomen der Hanifaru Bucht entsteht aus einem Planktonwirbel
Von Mai bis November übt die Mondflut Druck auf die süd-westlich gelegene Strömung des Indischen Ozeans aus, welches einen Saugeffekt kreiert, der das Plankton aus tiefen Gewässern in Richtung Wasseroberfläche der Hanifaru Bucht zieht. Während dieses Prozesses taucht das Plankton, welches nahe an die Wasseroberfläche kommt, ab, instinktiv wieder ab, fort vom Tageslicht, und wird so in der Strömung gefangen. In nur wenigen Stunden bildet sich eine gigantische Konzentration an Plankton die das Wasser vernebelt, die großen Mantarochen und Walhaie nutzen diese extravagante Futtermöglichkeit. Und Tauch- und Schnorchelfans aus aller Welt nutzen die Möglichkeit dieses einzigartige Phänomen hautnah zu erleben.
Die Hanifaru Bucht bietet den einzigartigen Mantarochen Fütterungswahnsinn
Mantarochen sind bekannt dafür in einer Kette, Mantarochen an Mantarochen, durch die trüben Planktonwolken zu schwimmen. Dabei berührt der Schwanz des vorderen Rochens den Kopf des folgenden Tieres, schwimmen 50 oder mehr Rochen hintereinander geschieht etwas außergewöhnliches: der Rochen am Anfang der Kette zieht los und schließt zum letzten Tier in der Kette auf und erzeugt so einen riesigen Wirbel aus Mantarochen, dieser Vorgang wird als Zyklonfressen beschrieben. In der Hanifaru Bucht jedoch kommt es vor, daß sich mehr als 100 Tiere aneinanderreihen, worauf die Tiere die Kette auflösen und wild durcheinander schwimmen. In den folgenden Minuten schwimmen mehr als 100 Mantarochen planlos umher und stoßen immer wieder aus allen Richtungen aneinander, National Geographic bezeichnete dieses Geschehen als „feeding frenzy“ (deutsch: Fütterungswahnsinn). Zu diesem Chaos kommen noch die, bis zu 12m großen, Walhaie hinzu. Es wundert also nicht daß das Plankton nach wenigen Stunden deutlich weniger wird und die „Party“ kurz darauf ein Ende hat
Regierung will die Hanifaru Bucht schützen
Die Regierung der Malediven glaubt, daß der Überfluß an Touristen, welche dieses Spektakel in der Hanifaru Bucht beobachten, das Futterverhalten der Mantarochen dauerhaft verändern kann. In Folge dessen wurden schon einige Richtlinien für Taucher und auch Schnorchler eingeführt. Das Ziel ist es, daß Touristen dieses Phänomen beobachten können, ohne daß die Rochen in ihrer natürlichen Umgebung gestört oder beeinflusst werden. Die Hanifaru Bucht hat mittlerweile einen hohen und immens wichtigen Status für die langfristige und nachhaltige Entwicklung des Baa Atoll’s, der Malediven und das weltweite Unterwasserökosystem.
MV Orion
Die Hanifaru Bucht in den Malediven besuchen
Maledives Dive Travel bietet eine Vielzahl and Cruises an, welche die Hanifaru Bucht in den Malediven besuchen. Find Sie mehr über Hanifaru Tauchsafari’s heraus unter MV Orion, oder schauen Sie sich diesen Reisebericht an.
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